RSS
 

Filmimpressionen – Passion of Christ

27 Mrz

Carlos:

1. Nicht Gut nicht schlecht sondern ein Kunstwerk was deren gleichen sucht!

2. Wenn “The Passion” ab 16 ist dann müsste “Gothika” ab 6 sein.

3. Da Mel Gibson den Film durch rückblicke ausschmückt wird er nicht eintönig.

4. Wenn ich noch mal was zu Brutalität dieses Meisterwerks sagen will ist: Ich finde gut wie es Gezeigt wurde. Nicht 20 Min mit Kamera auf die Wunden draufgehalten sondern erst viel und dann immer weniger gezeigt [Bsp.: Nägel]

5. DVD!!! Ich bin ja gespannt was uns da erwartet. Ich freue mich schon auf Interview´s mit Mel Gibson und Darstellern.

Ich gebe 5 Points für diese Regiearbeit und der Tiefe (man ist einfach fassungslos) ein MEISTERWERK!!!

PS: Jetzt steht “MAD MAX: Fury Road” nicht´s mehr im Weg.

 

uR!3L (31.03.2004)

ich hab mir nun gut eine woche zeit gelassen, um nach dem anschauen des filmes hier nun meine eindrücke wiederzugeben. eines von vornherein, ich kann nicht behaupten, dass es mir jetzt unbedingt leichter fällt, als nachdem ich aus dem kino bekommen bin. ist PoC gut, ein ergreifendes meisterwerk? oder ist er ein bluttriefendes machwerk, was sich am mehr oder weniger populären martyrium jesu ergötzt, um möglichst viel kapital herauszuschlagen? zumindest ist schon mal sicher, dass es schon jetzt eines der umstrittendsten und meistdiskutiertesten epen der filmgeschichte ist, aber was bedeutet das im einzelnen? es ist in meinen augen schon ein gewaltiger unterschied, ob dieser stoff von einem atheisten oder einem gläubigen verfilmt wird. gibson ist tief katholisch, aber das kreide ich ihm in keinster weise negativ an. es gehört, zumal als gläubiger christ, sehr sehr viel courage dazu, sich an diese thematik zu wagen, da der ärger – in diesem falle nicht einmal unbedingt mit der holden obrigkeit, wie die reaktionen gezeigt haben – vorprogrammiert ist. rein vom film betrachtet, möchte ich PoC folgendermaßen einschätzen: die idee, den film in den original gesprochenen sprachen zu drehen, gibt selbigem einen ungeheuren aufschwung, da er dadurch viel mehr tiefe und realitätsbezug erhält. zumal sich das im film gesprochene latein auch endlich mal wie eine sprache, und nicht wie die idee eines gelangweilten dozenten anhört ^^

der ausstattung sieht man das bemühen nach reko an, es wirkt weder gekünstelt noch beschönigt

zu den darstellern: abgesehen von jim caviezel, der seine schauspielerischen fähigkeiten am besten und auch eindringlichsten meiner meinung nach mehr in den kurzen flashbacks (topszene: bergpredigt!!!) zum ausdruck bringen kann, ziehe ich den hut vor hristo naumov shopov, der in mir den eindruck erweckte, als wär er sein ganzes leben lang pontius pilatus gewesen.

machart: hier nun scheiden sich die geister am meisten. lässt man die thematik außer acht, was bleibt übrig? eine gnadenlose kamerafahrt, die aufgrund ihrer nüchternen und knallharten komposition dem zuschauer keine chance lässt, sein gesicht abzuwenden. ist man der meinung, man hätte das schlimmste überstanden, wird man kurze zeit später eines ERSCHRECKEND besseren belehrt. in quälendender und unbarmherziger präzision und ausdauer wird man mit folterungen und letztendlich der hinrichtung konfrontiert, was sowohl abstoßend, als auch notwendig zugleich erscheint. die schmerzensschreie gellen förmlich in den ohren, man fühlt aber zugleich mit den folterern, wie mit dem gepeinigten, was nahezu an perversion grenzt. doch hat der film damit nicht eigentlich erreicht, was er wollte? dem zuschauer unter anderem den spiegel vor augen zu halten, dass man mit vorverurteilungen nichts erreicht, wenn man deren hintergründe nicht kennt? wer ist so ehrlich und würde leugnen, dass er von einem scheinbar erleuchteten (von denen es bekanntlich nicht wenige gab und auch heute noch gibt) keine notiz nehmen oder ihm gar gehör verschaffen würde…und sei es nur um seiner selbst willen? die tatsache, dass es sich hierbei jedoch um jesus handelt, macht das ganze nicht einfacher, ganz im gegenteil!

einige stilistische mängel tun sich vor allem beim wiederholten betrachten des filmes auf…mal ganz abgesehen von der stümperhaften wiederauferstehungsszene, bei der dem cineasten die zornesröte im gesicht steht, was sollte bitte schön die taube, die jesus am himmel erblickt oder der regentropfen, der nach seinem tod am kreuz auf die erde fällt??? verdammt, mel!!!!! *ohne weitere worte* und was heißt das nun als fazit? meisterwerk oder anrüchige blasphemie? für mich nur eines…MAN MUSS IHN GESEHEN HABEN…mehr kann ich dazu (zumindest im moment) nicht sagen…

 
No Comments

Posted in Movie

 

Tags: , ,